25 September 2022

Gemeinsame Pressemitteilungen von SH dem Emir und dem deutschen Bundeskanzler


Doha, der 25. September /QNA/ S.H. der Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani sagte, dass der Staat Katar und Deutschland bestrebt sind, ihre hervorragenden bilateralen Beziehungen in verschiedenen Bereichen zu verbessern, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Hochschulwesen und Sport. S.H. der Emir erklärte auch, dass QatarEnergy und die deutschen Energieunternehmen Investitionsmöglichkeiten erörtern, und wies darauf hin, dass der Staat Katar seit Jahren den Aufbau des Nordfeldes plant, um die wachsende weltweite Nachfrage nach Gas zu decken, das Zukunft hat und von großer Erheblichkeit geworden ist.
In gemeinsamen Pressemitteilungen von S.H. dem Emir und S.H. dem Bundeskanzler der befreundeten Bundesrepublik Deutschland, Olaf Scholz, am Sonntagabend im Amiri Diwan, betonte S.H. der Emir, dass der Staat Katar einer der größten Investoren in Deutschland ist und dass Katars Investitionsbehörde aufgrund des großen Vertrauens Katars in die deutsche Wirtschaft weiterhin Investitionsmöglichkeiten in Deutschland prüft. S.H. der Emir drückte seine Freude über die steigende Nachfrage der Freunde in Deutschland nach Eintrittskarten für die FIFA-Weltmeisterschaft Katar 2022 aus, wünschte der deutschen Nationalmannschaft viel Erfolg und hieß sie und die deutschen Fans in Katar willkommen.
Zu den regionalen und internationalen Fragen stellte S.H. der Emir fest, dass die Gespräche in dieser Angelegenheit offen waren und dass beide Seiten die Notwendigkeit bekräftigten, Lösungen für alle Konflikte durch Dialog und diplomatische Mittel zu finden. S.H. der Emir betonte, dass es am Ende keine Lösung gibt, wenn man sich nicht an den Verhandlungstisch setzt, und dass beide Seiten die gemeinsame Haltung Katars und Deutschlands gegen jegliche Form der Gewaltanwendung betonten, insbesondere in Bezug auf die Vorgänge in der Ukraine. Beide Seiten forderten alle Parteien auf, das Schießen so bald wie möglich einzustellen und einen konstruktiven Dialog aufzunehmen, um den Konflikt zu beenden und die Streitigkeiten mit friedlichen Mitteln beizulegen.
Bezüglich des iranischen Atomprogramms sagte S.H. der Emir, er sei sich mit dem deutschen Bundeskanzler über die Erheblichkeit der Unterstützung der Bemühungen um eine Einigung mit dem Iran über sein Atomprogramm einig und stellte fest, dass die Vereinbarung zur Verbesserung der Sicherheit und Stabilität in der Region beitragen würde. S.H. der Emir hofft, dass dies den Weg für einen Dialog zwischen den Ländern der Region ebnen wird, um regionale Sicherheit zu erreichen.
Zu den Entwicklungen in Libyen sagte der Emir, dass Katar und Deutschland ihre volle Unterstützung für die internationalen Anstrengungen zur Fortsetzung des politischen Prozesses in Libyen, zur Festlegung einer verfassungsmäßigen Grundlage für die Wahlen und zur Wiederherstellung der staatlichen Institutionen in Libyen bekräftigten.
Zum Friedensprozess in Afghanistan betonten beide Seiten die Erheblichkeit der Versöhnung zwischen allen Gruppen des afghanischen Volkes und die Notwendigkeit, die Menschenrechte, einschließlich der Rechte der Frauen und des Rechts der Mädchen auf Erziehung, zu achten. S.H. der Emir wies darauf hin, dass die Lage in Afghanistan ein gemeinsames internationales Vorgehen erfordert, um einen Friedensplan zu schaffen, und verwies auf die Gefahr einer Abschottung Afghanistans, die sich nachteilig auswirken könnte.
Der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Olaf Scholz, bezeichnete den Besuch als eine wichtige und erneute Gelegenheit, mit dem Emir über die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Katar und Deutschland zu sprechen und erinnerte an den letzten Besuch des Emirs im Mai in Berlin, währenddessen ein Meinungsaustausch über mehrere wichtige gemeinsame Themen stattfand.
Der Bundeskanzler erwähnte die Unterstützung Katars für Deutschland im letzten Jahr, vor allem während der COVID-19-Pandemie, und die Rolle Katars bei der Evakuierung deutscher Staatsbürger aus aller Welt und ihrer Rückführung nach Deutschland sowie bei der Ausreise der deutschen Staatsbürger von Afghanistan. In diesem Zusammenhang wiederholte er seinen ausdrücklichen Dank an S.H. den Emir für diese Unterstützung.
S.E. der Bundeskanzler unterstrich die klare Position des Staates Katar gegen den Krieg in der Ukraine und stellte fest, dass Katar und Deutschland im Einklang mit den Regeln des internationalen Systems, das auf der Koexistenz als internationale Gemeinschaft beruht, dieselbe Position vertreten, und betonte, dass Deutschland keine Beeinträchtigung der Souveränität und Integrität der Ukraine akzeptiert.
Der deutsche Bundeskanzler stellte fest, dass er mit S.H. dem Emir über die Einfuhr von Erdgas gesprochen habe und sich auf weitere Fortschritte in dieser Angelegenheit freue. Er wies auch auf die fortgesetzte Zusammenarbeit mit Katar im Bereich der Wasserstoff- und Elektrizitätsproduktion hin und strebte eine Vertiefung der Zusammenarbeit in anderen Wirtschaftsbereichen an, wie z.B. in der Flugsicherung, der modernen Technologie und der schweren Ausrüstung.
Seine Exzellenz fügte hinzu, dass die Gespräche mit S.H. dem Emir auch die regionalen Beziehungen betrafen und lobte die Al-Ula-Erklärung 2021 und die Schritte, die zur Verschärfung der Beziehungen und zur Vertrauensbildung zwischen den GCC-Ländern unternommen wurden. Er ergänzte, dass es bei den Gesprächen auch um die Entwicklungen in Afghanistan ging. In diesem Zusammenhang würdigte die deutsche Bundeskanzlerin die Rolle des Staates Katar bei der Sicherung des Friedens in Afghanistan und in den verschiedenen Konfliktgebieten der Region.
Der Bundeskanzler führte weiter aus, dass bei den Gesprächen auch die regionale Rolle des Irans und die Bemühungen um eine Wiederherstellung des iranischen Atomabkommens erörtert wurden.
Zum Schluss sagte der Bundeskanzler, dass es bei den Gesprächen auch um die Vorbereitungen Katars auf das Großereignis, die FIFA-Weltmeisterschaft Katar 2022, gegangen sei, die alle Fußballfans der Welt zusammenbringe. Seine Exzellenz lobte auch die Entwicklungen, die der Staat Katar im Bereich der Arbeiterrechte und des Sponsorensystems gemacht hat, und würdigte die große Verbesserung der Situation der Arbeiter. Er wünschte Katar viel Erfolg bei der Ausrichtung der FIFA-Weltmeisterschaft und den deutschen und katarischen Mannschaften viel Erfolg bei diesem Turnier.
X

Cookies helfen uns, Ihre Erfahrung auf unser Website zu verbessern.<br />

Während der Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Bestätigen